Vertrieb starten

Energiemakler werden: Worauf es im Gewerbe wirklich ankommt

Energiemakler ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Anfangen kann also jeder. Ein tragfähiges Geschäft mit Gewerbekunden aufzubauen ist etwas anderes: Es braucht Zugang zu Entscheidern, Verständnis für Preisbestandteile und Lastprofile und einen verlässlichen Weg zu den Versorgern. Dieser Beitrag richtet sich an alle, die schon im B2B-Vertrieb unterwegs sind und Energie als Geschäftsfeld ernsthaft aufziehen wollen.

Was ein Energiemakler im Gewerbe tatsächlich macht

Im Gewerbe vermittelst du nicht einfach einen Tarif. Du analysierst den Bedarf eines Unternehmens über alle Verbrauchsstellen, holst Angebote bei mehreren Versorgern ein, machst sie vergleichbar und begleitest den Wechsel. Danach betreust du den Bestand: Verträge laufen aus, Standorte kommen dazu, der Verbrauch ändert sich.

Bezahlt wirst du über den Aufschlag, den du auf den Energiepreis des Versorgers legst. Er wird in Cent pro Kilowattstunde angegeben und fällt für jede gelieferte Kilowattstunde an. Ein Gewerbekunde mit 80.000 kWh Jahresverbrauch und 0,8 ct/kWh Aufschlag bringt 640 € Marge pro Lieferjahr. Genau deshalb lohnt sich das Gewerbe: Ein großer Kunde bringt so viel wie viele kleine.

Was du mitbringen solltest

  • Zugang zu Gewerbekunden: Wer bereits Unternehmer betreut, etwa aus Versicherung, Finanzierung, Telekommunikation oder Facility-Management, hat den wichtigsten Teil schon.
  • Preisverständnis: Energiepreis, Netzentgelte, Umlagen, Steuern. Nur wer erklären kann, welcher Teil verhandelbar ist, wird als Berater ernst genommen.
  • RLM und SLP: Kleine Gewerbekunden laufen über das Standardlastprofil (SLP). Ab 100.000 kWh Strom im Jahr ist die registrierende Leistungsmessung (RLM) vorgeschrieben, der Verbrauch wird viertelstündlich gemessen und individuell kalkuliert.
  • Mehrstellenkunden: Filialisten, Hausverwaltungen oder Produktionsbetriebe haben viele Zähler. Sie sauber zu bündeln und zu kalkulieren, ist der Unterschied zwischen einem Angebot und einem Auftrag.
  • Die formale Basis: eine Gewerbeanmeldung und Vermittlerverträge, entweder direkt mit Versorgern oder über eine Distribution.

Drei Wege zu den Versorgern

1. Direkt beim Versorger. Du schließt mit einzelnen Versorgern eigene Vermittlerverträge. Vorteil: direkte Beziehung. Nachteil: Jeder Versorger hat eigene Prozesse, eigene Abrechnungen und oft Volumenschwellen, die Einzelne kaum erreichen. Mit jedem weiteren Versorger wächst die Verwaltung.

2. Strukturvertrieb. Du arbeitest unter einer Vertriebsstruktur, die an deinem Umsatz mitverdient. Vorteil: schneller Start. Nachteil: Ein Teil deiner Marge geht nach oben, und die Auswahl an Versorgern bestimmt oft die Struktur.

3. Über eine Distribution. Eine Distribution bündelt das Volumen vieler Partner, verhandelt die Konditionen mit den Versorgern und übernimmt die Abwicklung. Du behältst den Kundenkontakt und entscheidest selbst, was du anbietest. Für Profis mit eigenem Kundenstamm ist das meist der Weg mit dem besten Verhältnis aus Marge und Aufwand.

Woran du eine gute Distribution erkennst

Bevor du dich bindest, stell diese Fragen und lass dir die Antworten schriftlich geben:

  1. Versorger: Wie viele Versorger kann ich anbieten, auch für RLM-Kunden? Entscheide ich selbst, oder werden bestimmte Produkte vorgegeben?
  2. Abrechnung: Wann wird abgerechnet, und kann ich jede Provision einem Abschluss zuordnen?
  3. Bestand: Was passiert mit meinen Kunden und Folgeprovisionen, wenn ich wechsle oder aufhöre?
  4. Backoffice: Wer reicht ein, wer klärt Rückfragen mit dem Versorger, und wie schnell?
  5. Werkzeuge: Kann ich RLM- und Mehrstellenkunden kalkulieren und digital abschließen, ohne Excel und Papier?
  6. Marge: Lege ich meinen Aufschlag selbst fest, und sehe ich vor dem Abschluss, was er mir bringt?
  7. Ansprechpartner: Habe ich einen festen Menschen, der mich kennt, oder ein Ticketsystem?

So arbeitet Bundesweiter Energiepartner

Bundesweiter Energiepartner ist Distribution und Backoffice für erfahrene Vertriebspartner im B2B-Strom- und Gasvertrieb. Unsere Antworten auf die Fragen oben:

  • 30 bewusst ausgewählte Premium-Versorger, darunter LichtBlick, Vattenfall, EnBW und meistro. Qualität statt Masse. Du wählst selbst, keine Zielpreisüberwachung.
  • Abrechnung jeden Monat am 26., jede Provision einzeln nachvollziehbar.
  • Komplettes Backoffice: eigene Teams für Einreichung, Verwaltung und IT. Der Versorgerkontakt läuft über uns.
  • Eigene Plattform: CRM, RLM- und SLP-Mehrstellenkalkulation, digitaler Vertragsabschluss und Aufschlagsteuerung.
  • Feste Ansprechpartner statt Callcenter.

Wir arbeiten bewusst nur mit Partnern, die aktiv im Gewerbe verkaufen. Für einen Nebenverdienst sind wir nicht der richtige Partner. Was dein Bestand mit unseren Konditionen bringen kann, rechnest du vorab mit dem Provisionsrechner durch.

Fazit

Energiemakler werden ist leicht. Energiemakler im Gewerbe bleiben, mit stabilem Bestand und guter Marge, hängt an zwei Dingen: deinem Zugang zu Unternehmern und dem Partner, über den du an die Versorger kommst. Prüf diesen Partner so gründlich wie ein Unternehmer seinen Stromvertrag. Wenn du wissen willst, ob wir zusammenpassen, lies hier weiter oder vereinbare ein Kennenlerngespräch.

Du verkaufst Energie an Gewerbekunden?

Mit Distribution, komplettem Backoffice und eigener Plattform im Rücken holst du mehr aus jedem Abschluss. Bundesweiter Energiepartner arbeitet mit Profis, die im B2B-Strom- und Gasvertrieb aktiv sind.

30 Min. mit BrigitteJetzt Partner werden